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Sonntag, 19. April 2020

Gestern noch gepflegt Minister, heute schon ....

Dieser Tage habe ich folgenden Bericht des ehemaligen Standard-Redakteurs Helmut Spudich in der Zeitschrift HANDICAP wieder gefunden und bin überrascht, wie aktuell dieser Artikel immer noch ist, obwohl er schon 1992! erschien.

aus: HANICAP, Junge Generation
JG Direkt Journal Nr. 2/92
Seite 5

Freitag, 14. August 2015

Bedürftige umfassend betreuen










Bildung
Die Presse Freitag, 14. August 2015

Bedürftige umfassend betreuen

Personenbetreuung.
Vor allem ältere Menschen, aber ebenso Kinder und Familien, haben oft Bedarf an Unterstützung, auch abseits der klassischen Pflege.
 ___________________
VON ANDREAS TANZER


 Die Bedürfnisse älterer, nicht mehr selständiger Menschen gehen über die reine Pflege hinaus, beziehungsweise beginnt der Bedarf an Betreuung oft schon vorher. Ein Beispiel ist der zwischenmenschliche Kontakt, der in vielen Einrichtungen aufgrund der Überlastung des Pflegepersonals zu kurz kommt. Aber auch zu Hause kann eine kompetente Betreuung vonnöten sein - sei es für Senioren oder auch für Kinder und Jugendliche. 

   Entsprechend gibt es das Berufsbild des Personenbetreuers. Dieser soll Menschen animieren, motivieren, schützen und bei Bedarf Verantwortung für sie übernehmen. So etwa die Definition von Improve. Das gemeinnützige Institut für Erwachsenenbildung bietet einen zweisemestrigen Lehrgang zum zertifizierten Personenbetreuer an. In diesen zwei Semestern werden Inhalte wie Persönlichkeitsentwicklung, Kommunikation, Pädagogik oder Gesundheit und Ernährung vermittelt und durch Praxiseinheiten ergänzt. Der Lehrgang des in Wien ansässigen Instituts kostet 2200 Euro und wird nun auch als interaktiver Fernlehrgang angeboten, um Berufstätigen die Teilnahme zu ermöglichen. Damit entfällt die bisherige Beschränkung auf zehn Teilnehmer pro Jahr.

Betreuung versus Pflege 

 

   Während Improve-Obmann Karl Schrittwieser die Betreuung strikt von der Pflege abgrenzt und als unabhängige Tätigkeit definiert, zieht Ilse Humer, Regionalleiterin Oberösterreich und Salzburg des Malteser Care Rings, die Grenzen nicht so scharf. Auch der Malteser Care Ring hat ein Ausbildungsprogramm zum Pflegebetreuer, das sogar kostenlos angeboten wird. In den rund 170 Einheiten plus 80 Stunden Praxis  steht die Pflege zwar nicht im Vordergrund, Grundzüge würden aber durchaus vermittelt, erklärt Humer. Der Schwerpunkt liegt hier auf der älteren Generation, die Tätigkeit der Betreuer, die als Selbständige arbeiten und deren Stundensätze zwischen zwölf und 18 Euro in der Regel privat zu bezahlen sind, findet im häuslichen Bereich statt. Der Malteser Care Ring will damit Lücken in der stunden- und tageweisen Betreuung schließen.

   Die alltägliche Fürsorge in hygienischer, hauswirtschaftlicher und sozialer Hinsicht ist auch laut der ISL-Akademie NÖ Hauptaufgabe für Personenbetreuer. Akademieleiterin Brigitta Sepia-Gürtlschmidt plädiert dafür, dass Personenbetreuer nicht die gesamte Pflege übernehmen sollten, da sie dafür nicht ausgebildet sind. Allerdings sei dies in der Praxis oft gefordert. Die Personenbetreuer-Ausbildung der ISL-Akademie NÖ (Kosten: 2580 Euro) beinhaltet daher neben diversen Aspekten der Betreuung auch Grundkenntnisse der Pflege. In diesem Zusammenhang fordert die Expertin eine verpflichtende Grundausbildung für Personenbetreuer. Problematisch sieht Sepia-Gürtlschmidt auch die in diesem Beruf übliche Selbständigkeit. Der Umstand, dass Personenbetreuer kaum im Angestelltenverhältnis arbeiten, schreckt ihrer Erfahrung nach viele Interessenten ab. 

   Improve-Obmann Schrittwieser sieht die Einsatzmöglichkeiten seiner Absolventen deutlich breiter. Personenbetreuung sei für "Menschen von 0 bis 90", entsprechend fänden sich Anstellungen sowohl in Schule und Nachmittagsbetreuung als auch in Seniorenheimen oder in generationsübergreifenden Projekten. Und auch nach der Improve-Ausbildung steht der Weg in die Selbständigkeit offen.

Für das Studium anrechenbar

 

   Zudem haben die Absolventen noch eine Option: Das Improve-Zertifikat wird für das Studium Coaching und Psychologie am Emca-Campus in Leobersdorf angerechnet. Hier haben sich drei internationale Universitäten (Universidad Catiólica San Antonio de Murcia in Spanien, Universidad Central de Nicaragua, Universidad Azteca in Mexiko) zusammengeschlossen und bieten gemeinsam Studien in deutscher Sprache an. Damit ist es möglich, in nur einem Jahr nach Abschluss des Lehrgangs einen international anerkannten Master zu absolvieren. Für jene, die den Lehrgang ohne Matura begonnen haben, will Improve eine Studienberechtigungskurs anbieten.

   Für die Ausbildung zum Personenbetreuer selbst sind keinerlei formale Vorkenntnisse notwendig. Erwartet werden jedoch soziale und kommunikatione Kompetenz sowie eine offene Einstellung gegenüber verschiedenen Kulturen - interkulturelle Aspekte sind später auch Teil des Curriculums.

   Das Gros der Interessenten sind Frauen, oft in mittleren Lebensphasen, die sich beruflich neu orientieren wollen oder etwa bereits Angehörige gepflegt haben. Daneben berichtet Schrittwieser auch von eher jüngeren Teilnehmern Anfang zwanzig. In dieser Gruppe, die die Ausbildung oft nach dem Zivildienst beginnt, gibt es einen für Sozialberufe untypische Männerüberschuss.

Web:  www.improve.or.at
         www.care-ring.or.at
         www.isl-akademie-noe.at


















































































































Freitag, 1. März 2013

Der Pflege-Ratgeber


Pflege daheim oder im Pflegeheim - dieser Ratgeber klärt Betroffene und ihre Angehörige fundiert auf: Wie findet man einen kompetenten Pflegedienst oder das passende Heim, wo schnell und unbürokratisch Rat und Hilfe? Wo findet man finanzielle Unterstützung?
von:Ulrike Docekal und Ilse Zapletal
264 Seiten, kartoniert
Linde populär Verlag/ORF
ISBN: 978-3-7093-0513-3
19,90 Euro (2013)

Dienstag, 12. Juni 2012

"Das war nicht mehr der liebevolle Partner"

Die Presse Dienstag, 12. Juni 2012 - DIEPRESSE.COM - Gesundheit - Seite 25

Demenz verändert nicht nur die geistigen Fähigkeiten eines Betroffenen, sondern auch sein Wesen.
Wie Angehörige zum eigenen und zum Wohle des Betroffenen am besten damit umgehen, beschreiben zwei Bücher.     VON GERTA NIEBAUER

"Das war nicht mehr der liebevolle Partner"

Die Diagnose Demenz erhielt ich sieben Jahre vor dem Tod meines Mannes.

Ich kannte die Krankheit nicht ... Ich machte viele Fehler, ich konnte sein Tun nicht verstehen. Das war nicht mehr mein Mann, er war nicht mehr der liebevolle Partner, der Freund und fürsorgliche Kamerad ... u Das schreibt Hella Klein in dem Buch ,,10 nach 10, Montessori für Demenzkranke".

Vorhandene Fähigkeiten fördern

   
Die Düsseldorferin holte sich damals schnell Informationen über die Krankheit und suchte nach alternativen Therapiemöglichkeiten,  um ihrem demenzkranken Mann wieder ein Stück Lebensqualität zurückzugeben. Hella Klein entdeckte die Montessori-Methode - und ist heute Montessori-Pädagogin und -Therapeutin für Senioren

Die Demenzerkrankung ihres Mannes war für sie Anlass, diese Methode auf die Arbeit mit Demenzkranken zu übertragen.Maria Montessori war eine italienische Ärztin, die an einer Nervenklinik arbeitete und auch die sich selbst überlassenen Kinder des Pflegepersonals betreute. Aus diesen Erfahrungen entwickelte sie eine spezielle Therapieform, die auch den Umgang mit Demenzkranken erleichtert. Dazu zählt vor allem genaue Beobachtung des Betroffenen, um noch vorhandene Fähigkeiten zu fördern und Freude am eigenen Tun wieder zu erwecken.

Einfache Übungen, die 'aus dem Alltag gegriffen sind, sollen die Reaktionsfähigkeit. das Gedächtnis und die Geschicklichkeit der Finger anregen. "Die Hände sind das Werkzeug der Intelligenz", sagte Maria Montessori.
 
Bunte Bilder regen spielerisch die Tätigkeit mit Sand, Körnern oder Muscheln an, Geschicklichkeit wird mit Schüttübungen gefördert, etwa das Einschenken einer Tasse Kaffee. Auch verschiedene Memory-Spiele werden angeboten.
"Alle Beschäftigungen sollen dem Demenzkranken Freude machen und seine Selbstständigkeit erhalten", meint
.Hella Klein.

,,10 nach 10, Montessori für Demenzkranke, ein Buch für Angehörige, Freunde und Betreuer", Renate Götz Verlag, 172 Seiten, 19,90 .

Folgen der Demenz lindern .
In Österreich leben derzeit rund 100.000 demenzkranke Menschen, wobei die Dunkelziffer noch höher geschätzt wird. Bis zum Jahr 2050 ist mit 240.000 Erkrankten zu rechnen. "So dramatisch sich dieses Krankheitsbild auf den Alltag der Betroffenen und ihrer Angehörigen auswirkt, so kann doch viel getan werden, um die Folgen der Demenz zu lindern", heißt es in einem anderem Buch, im Ratgeber "Demenzgerechte Pflege und Betreuung". Die Autoren Rudolf Öhlinger, Remo Schneider und Günter Dorfmeister sind Experten auf dem Gebiet der Pflegewissenschaft und des Managements der Sene-Cura-Gruppe (Kliniken und Heime mit speziellen Demenzstationen). 

Gesundheitsminister Alois Stöger bezeichnet das Buch in einem Vorwort als "praxisorientierten und übersichtlichen Leitfaden für das Personal in Pflegeeinrichtungen und für pflegende Angehörige“. Demenz ist zwar gegenwärtig mit Medikamenten nicht heilbar, aber einige Wirkstoffe können den Verlauf verlangsamen. Die Autoren empfehlen etwa Ginkgo biloba zur besseren Durchblutung des Gehirns und antioxidative Substanzen wie Vitamin E. Mit reaktivierender Pflege sollen Selbstständigkeit im Alltag und positives Selbstwertgefühl gefördert werden. Es werden dafür zahlreiche Möglichkeiten aufgezählt, wie Physiotherapie, Psycho- oder Musiktherapie.

Über Vergangenes reden
Auch Biografie-Arbeit, das Sprechen über vergangene Erlebnisse, kann helfen, "letzte Erinnerungsinseln zu bewahren". Darüber hinaus werden auch Ratschläge zur Linderung körperlicher Beschwerden gegeben, wie Ernährungsprobleme oder Inkontinenz. Ein umfangreiches Kapitel ist den Aufgaben der Angehörigen, Bekannten und Freunde gewidmet, um deren Belastung zu erleichtern. Eine Liste von Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen und Informationen über Pflegeeinrichtungen sowie Qualitätskriterien für die Unterbringung in einem Heim findet sich im Anhang des Buches.

„Demenzgerechte Pflege und Betreuung. Pflege und Betreuung, Kommunikation, Lebensraumgestaltung", Neuer Wissenschaftlicher Verlag, 190 Seiten, 29,80 .

Doch: Jedes Vergessen muss nicht gleich Demenz sein. Mitunter steckt eine Depression dahinter - mit ähnlichen Symptomen wie die einer Demenz, etwa Gedächtnislücken, Störungen der Urteilsfähigkeit, des Denkvermögens, des Sozialverhaltens bis zur Aggression.

Etwa 30 Prozent der Patienten, die wegen einer Demenz an eine Gedächtnisambulanz kommen, leiden auch an depressiven Störungen. "Das Gefühl, sich nichts mehr merken zu können, wird durch die negative Erwartungshaltung der Depression verstärkt. Das lenkt von der Diagnose ab", sagt Peter Fischer vom Sozialmedizinischen Zentrum Ost in Wien.

Ein wichtiger Unterschied zwischen Demenz und Depression sei die Orientierungsfähigkeit. Depressive können in der Regel Datum, Uhrzeit und Ort richtig angeben, während Demente dazu nicht mehr in der Lage sind. Die Abklärung durch den Neurologen oder Psychiater ist daher besonders wichtig, denn danach muß sich die Therapie richten.

Auf einen Blick
Mindestens 100.000 demenzkranke Menschen gibt es derzeit in Österreich, bis zum Jahr 2050 ist mit 240.000 Erkrankten zu rechnen.
Der Umgang mit dementen Menschen ist für angehörige nicht immer leicht – zwei Bücher wollen dabei helfen. Ganz wichtig ist es dabei, Demenzkranke in ihrer Welt abzuholen und nicht ihnen die eigene Welt aufzwingen zu wollen. Sie haben keinen Zugang mehr dazu, das macht ihnen nur Angst.
Wichtig ist es auch, noch vorhandene Fähigkeiten der Kranken zu fördern und die Freude am eigenen tun wieder zu wecken.

Pflegekräfte fehlen

Kronen Zeitung, Gesundheit, Seite 36, 12. Juni 2012

Dienstag, 1. Februar 2011

Steiermark greift auf Familien zurück

Mindestsicherung: Steiermark greift auf Familien zurück

01.02.2011 | 11:49 |   (DiePresse.com)

Die Steiermark will Angehörige von Mindestsicherungs-Beziehern zur Kasse bitten. Die Bundesregierung erhebt keinen Einspruch - obwohl die Regelung der Bund-Länder-Vereinbarung widerspricht.
Obwohl sich der steirische Landtag entgegen der Bund-Länder-Vereinbarung zur Einführung eines Angehörigenregresses im Zusammenhang mit der Mindestsicherung entschlossen hat, akzeptiert Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) die Vorgangsweise der steirischen Landesregierung. Im steirischen Gesetz würden sich auch ein paar Pluspunkte finden, meinte Hundstorfer am Dienstag vor dem Ministerrat.

Die Ersatzansprüche des Landes Steiermark treffen Eltern und Kinder der Bezieher von Mindestsicherung, "soweit diese nach Bürgerlichem Recht verpflichtet sind, für die Bezieherinnen/Bezieher der Mindestsicherung Unterhalt zu leisten". In der 15a-Vereinbarung zwischen Bund und Ländern über die Mindestsicherung heißt es dagegen explizit, dass von den Kindern sowie von den Eltern der (volljährigen) Bezieher kein Kostenersatz verlangt werden darf.

Mit Verspätung in Kraft

Hundstorfer hatte sich zuletzt verärgert gezeigt, dass die Steirer die 15a-Vereinbarung nicht einhalten. Mitte Jänner hatte er gemeint: "Leise werde ich das nicht zur Kenntnis nehmen können." Die Bundesregierung legt am Dienstag zwar keinen Einspruch gegen die steirische Vorlage ein, stimmt allerdings auch nicht zu, womit das Gesetz erst acht Wochen später in Kraft treten kann.
Gefragt, warum er keinen Einspruch einbringt, erklärte Hundstorfer, die steirischen Koalitionsparteien hätten sich auf etwas geeinigt. Darin würden sich auch ein paar Pluspunkte finden, etwa dass für Kinder eine 14-malige Auszahlung vorgesehen sei. Zum Regress führe außerdem erst ein kompliziertes Verfahren. Glücklich zeigte sich der Sozialminister mit der steirischen Vorgangsweise allerdings nicht.
(APA/Red.)

Donnerstag, 12. August 2010

Samstag, 5. Mai 2007

Bestimmt Selbstbestimmt

Persönliche Assistenz in Oberösterreich





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Blumauerstraße 29/7, 4020 Linz
Tel.: 0732 - 71 16 21 - 0
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