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Samstag, 21. März 2015

Halbe Milliarde Kosten: Wiens Sozialhilfe zu teuer

Kronen Zeitung, 
Der nächste Negativ-Rekord ist nicht mehr zu verhindern: Die Zahl jener Wiener, an die Sozialhilfe überwiesen wird, explodierte in vier Jahren von 106.675 auf 134.209, die Kosten steigen auf eine halbe Milliarde Euro. "Das jetzige System ist eine Falle", will Innenministerin und ÖAAB-Chefin Johanna Mikl-Leitner Reformen.
"Viel zu lange sitzen Zehntausende Wiener in dieser Mindestsicherungsfalle fest", kritisiert Johanna Mikl- Leitner im "Krone"- Gespräch. Die Ministerin schlägt deshalb einen "Drei- Stufen- Plan" vor, um das System zu ändern:
Erstens müssten alle, die derzeit die Mindestsicherung in einer Höhe von bis zu 827 Euro beziehen, motiviert werden, wieder in den Arbeitsmarkt zurückzukehren. Als Anreiz sollen sie dazuverdienen dürfen - und ihre Mindestsicherung PLUS ein Drittel ihres Zuverdienstes ausbezahlt bekommen. Zweitens sollen Bezieher einer Mindestsicherung verstärkt bei gemeinnützigen Vereinen eingesetzt werden. Und drittens müssten die Kontrollen der Behörde verstärkt werden, um gegen Arbeitsunwillige vorgehen zu können.
Die Statistik zeigt, dass große Reformen dringend nötig wären:
  • Im Jahr 2000 erhielten in Wien 41.754 Menschen Sozialhilfe (alle Daten: Statistik Austria,     MA 40)
  • 2008 waren es 93.547
  • 2010, mit der Umstellung auf die Mindestsicherung, bereits 106.675
  • 2013 stieg die Zahl erneut deutlich auf 134.209
  • Und 2014 wird ein Zuwachs auf 145.000 erwartet.
Zeitgleich explodierten die Ausgaben Wiens für die Sozialhilfe von 171 Millionen Euro (2000) auf 459 Millionen Euro (2013) - ein Plus von 288 Millionen Euro.
 
von: Richard Schmitt, Kronen Zeitung, 21.03.2015
 
 

Donnerstag, 26. April 2012

Wiener Vorlesungen

Dieser Tage feiern die Wiener Vorlesungen ihr 25-jaehriges Jubilaeum.
Bisher ist es mir weder durch Gespraeche mit Organisatoren noch mit Behindertenpolitikern nicht gelungen, die Veranstalter dazu zu bekommen, dass sie bei den Einladungen dazu schreiben, ob die Veranstaltung barrierefrei zugaenglich ist, noch, dass im Hinblick auf das Behindertengleichstellungsgesetz ein Gebaerdensprachdolmetscher die Wiener Vorlesungen fuer hoerbehinderte Personen uebersetzt.
Viel Erfolg fuer weitere 25 Jahre und hoffentlich wird dann auch auf behinderte Besucher Ruecksicht genommen!?

Montag, 19. Dezember 2011

Nationaler Aktionsplan für Menschen mit Behinderungen

Die behindertenpolitische Strategie Österreichs 2012 - 2020
- Inklusion als Vision und Gestaltungsauftrag -

Impressum:
bmask - Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
1010 Wien, Stubenring 5

Dienstag, 18. März 2003

Bericht der Bundesregierung über die Lage der behinderten Menschen in Österreich - 2003
























Impressum:

Eigentümer, Herausgeber und Verleger:
Bundesministerium für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz
Stubenring 1
1010 Wien

Redaktion:
Karin Miller-Fahringer, Peter Luschin, Max Rubisch, Abteilung IV/1

Erscheinungsjahr 2003

Bestellmöglichkeiten:
Telefon: 08/00-20-20-74
e-mail: broschuerenservice@bmsg.gv.at
Internet: www.bmsg.gv.at (Bestellservice)

Montag, 8. April 1991

Zur Lage der behinderten Menschen in Österreich

der streit, 11. Jahrgang, Nr. 39/40, April 1991

rückseitiger Klappentext:
Erwin Riess
Zur Lage der behinderten Menschen in Österreich.
Der Kampf um ein selbstbestimmtes Leben.

Die kurze und konfliktreiche Geschichte der autonomen öster-
reichischen Behindertenbewegung steht im Mittelpunkt dieses
Heftes. Inspiriert von der angelsächsischen Independent Living
Movement kämpfen auch in Österreich immer mehr behinderte
Menschen um ein selbstbestimmtes Leben.
Die Proteste gegen die neu aufgeflammte Euthanasiediskussion,
die Turbulenzen um die Wiederkandidatur des behinderten Natio-
nalratsabgeordneten Srb, die Aktionen des Krüppelforums gegen
eine feudalistische Behindertenpolitik und der innerhalb der Behin-
derten aufbrechende Streit um Inhalt und Form ihrer politischen
und gesellschaftlichen Emanzipation sind die Schwerpunkte der im
vorliegenden Band vereinten Texte.

Der Autor, Mitbegründer des Forums der Krüppel- und Behinder-
teninitiativen, propagierte in den letzten Jahren in Artikeln, Leser-
briefen und Essays die Ideen der Independent Living Bewegung.