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Mittwoch, 5. Juli 2017

absurd

‎Wenn man als Rollstuhlfahrer mit dem Lift im Institut fuer Publizistik (in der Schopenhauerstrasse) fahren wollte, musste man zuerst in das Sekretariat im 1. Stock 'gehen', damit man den Liftschluessel ausgehaendigt bekommmt.

Montag, 26. Juni 2017

Nur technischer Schnick-Schnack

‎Ich finde diese Hebebuehnen, die zur Zeit vorzugsweise in Bawag-PSK-Filialen eingebaut werden, nur technischen Schnick-Schnack. Vor allem, wenn genuegend Platz vorhanden ist, wie in dieser Filiale. Ausserdem sind diese Hebebuehnen oft kaputt - wie ich auch schon feststellen musste, und es gibt dann fuer die Reparatur keinen Ansprechpartner.

Samstag, 9. Juli 2016

Die unterschiedliche Definition von Barrierefreiheit

‎Da musste ich dieser Tage zum Arzt. Auf der Homepage stand: "Wir sind barrierefrei zugaenglich". Ich, voll Zuversicht, endlich einen Arzt gefunden zu haben, pilgerte dort hin und siehe da: beim Eingang gab es 1 Stufe, dann gab es eine Glocke - ziemlich hoch montiert und danach kamen nochmals 8 Stufen. Keine Spur einer Rampe oder eines Treppenliftes!

Auf der Suche nach ei‎nem barrierefreien Zugang, stiess ich per Zufall auf eine Tuer fuer den Muellraum. Siehe da, es gab auch einen Lift! Den konnte man allerdings nicht benuetzen, denn dazu brauchte man einen hausinternen Schluessel.
Nichts war mit einem barrierefreien Arztbesuch.

Aehnlich war es kurz danach mit einem anderen Arzt. Auf der Homepage docfinder stand, dass die Ordination "barrierefrei" sei. Ich kam dorthin, zu meiner Ueberraschung kam man auch ohne Stufen beim Eingang weiter. Doch danach gab es 1 Stufe und zu meinem Ueberdruss, nach dieser Stufe einen Treppenlift ohne Euroschloss. 

Conclusio
Man muss also in beiden Faellen vorher anrufen, warten bis jemand kommt und einem hilft.
Das ist allerdings nicht meine Auffassung von Barrierefreiheit, wenn ich erst wieder jemanden brauche, der mir hilft, um in die Ordination zu kommen!


Freitag, 4. Dezember 2015

So geht's auch!

Wie bei den Strassenbahnen in Strassburg. Das Niveau zwischen Strassenbahn und Haltestelle wird durch eine Gummimatte eben gemacht:


Der Spalt zwischen Strassenbahn und Haltestelle wurde durch eine Gummilasche verschlossen:


Donnerstag, 3. September 2015

Ausstellungsort Waschküche

Warum muß der Treppenlift in dieser Stellung (siehe Foto) stehen und somit jedem Geher im Weg sein?
Warum konnte man den Treppenlift nicht noch um 90 Grad drehen und an der Längsseite des Stiegengeländers die Halteposition beenden?

Waschküche-Museum

Mittwoch, 19. August 2015

Abgelehnt!

Für meine nächste Reise wollte ich mir einen "Reise-Duschsessel" kaufen. Das Hilfsmittel sollte einerseits stabil sein, andererseits leicht zum zusammen- und auseinanderbauen. Ich holte mir einen Kostenvoranschlag von einem Orthopädie-Fachgeschäft - Kostenpunkt 300,- Euro.

Bei der KFA reichte ich das Hilfsmittel ein. Innerhalb kürzester Zeit erhielt ich die Verordnung wieder zurück, mit dem Stempel "ABGELEHNT". Ich fragte nach, warum?

Man erklärte mir, ein Duschsessel darf höchstens 150,- Euro kosten. Da meiner das Doppelte kostet, wird er abgelehnt. Zum Schluss bekam ich noch den Hinweis, ich solle mir bitte ein billigeres Modell aussuchen.

AHA - es ist somit nicht relevant, dass der Duschsessel stabil und für meine Bedürfnisse auseinandernehmbar und somit leicht im Koffer zu verstauen ist, sondern nur der Preis, und der ist laut Hilfsmittelliste zu teuer.

Jetzt frage ich mich: warum zahlt man mir nicht die 150,- Euro und ich zahle den Rest drauf? Sondern man lehnt von vornherein ab, und ich habe somit überhaupt keinen Reise-Duschsessel, der für meine Bedürfnisse ist.

Und noch etwas, ich hätte mir einen billigeren Reise-Duschsessel genommen, wenn es mehrere Modelle zur Auswahl gegeben hätte, aber es gab nur dieses eine, das meinen Anforderungen gerecht wurde. Und dieses Hilfsmittel kostet nun mal 300,- Euro!

Dienstag, 24. Februar 2015

Wird hier mitgedacht?

Eine Mieterin benötigt, um in ihre Wohnung zu kommen, einen Treppenlift.
Nach langen umständlichen Verhandlungen bekommt sie ihn.
Sie stirbt. Der Treppenlift wird abgebaut.


Die leerstehende Wohnung wird einer anderen Rollstuhlfahrerin zugesprochen. Sie muss wieder einen Treppenlift einbauen lassen.

Wird hier mitgedacht? Oder ist es sowieso egal, weil es sich eh' großteils um öffentliche Förderungen handelt?

Montag, 12. Mai 2014

Schön langsam wird's eng

Nicht nur, daß vorletztes Jahr die Handschuhe für die Behandlung von Inkontinenzpatienten selbst zu zahlen sind, haben sich die Krankenkassen eine weitere Kostenersparnis herausgepickt.


Die Betteinlagen müssen sei einigen Monaten selbst bezahlt werden (ausgenommen, wenn man einen Decubitus hat).


Wenn das so weiter geht, können sich querschnittgelähmte Personen und RollstuhlfahrerInnen mit Spina bifida die ganzen Inkontinenzprodukte selbst zahlen - aber dann wird es für den Einzelnen finanziell ziemlich eng.


Nicht nur, daß wir schön langsam amerikanische Verhältnisse im Sozialwesen bekommen, wird sich ein Großteil der vorhin genannte Personengruppen diese Hilfsmittel - trotz Pflegegeld - nicht mehr leisten können!


Wohin sich unser Sozialstaat schön langsam hinbewegt, möchte ich mir nicht ausdenken, befürchte aber ärgstes!

Freitag, 22. April 2011

Logische Unlogik

Oder doch nur viel Geld dem Staat erspart?
Letztens hoerte ich folgendes: Wissen Sie, wir haben der Klientin die Pflegegeldstufe nicht erhoeht, denn haette sie das richtige Hilfsmittel bezahlt bekommen, koennte sie selbstaendig duschen, dann waere eine Erhoehung des Pflegegeldes nicht notwendig gewesen..
Ja, wenn das Woertchen "wenn" nicht waere, waere der Frau hoechstwahrscheinlich geholfen gewesen.

Samstag, 22. Januar 2011

Na dann viel Vergnuegen!

Letztens beobachte ich, wie ein Mann eine aeltere Frau im Rollstuhl sitzend versucht durch eine Wiese zu schieben. Als er nicht mehr weiter kam, schob er die Frau im Rueckwaertsgang weiter. Dabei zuzuschauen entlockte mir ein Kopfschuetteln, ich hatte Angst, dass demnaechst die Frau aus dem Rollstuhl faellt, da die Vorderraeder des Rollstuhls im Gras staendig blockieren.



Ich fuhr zu dem Mann hin und erklaerte ihm, dass er den Rollstuhl kippen muesse, und nur mit den Hinterraedern duirchs Gras fahren duerfe, sonst kippe er die Frau aus dem Rollstuhl. Er meinte, er waere der Fachmann, denn er waere Behindertenbetreuer!



Na dann viel Vergnuegen, bis demnaechst die Frau aus dem Rollstuhl fällt und am Boden liegt.


Mittwoch, 15. April 1992