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Dienstag, 16. Mai 2017

Ticketkauf wurde zur Odyssee

Übers Internet ist es für Rollstuhlfahrer relativ leicht zu Tickets zu kommen - dachte ich!
Daß dem nicht so ist, wurde mir erst kürzlich bewußt.

Ich kaufte über die Homepage vom Stadtsaal eine Rollstuhlkarte mit dem Hinweis "1 Rollstuhl". Kurz darauf bekam ich ein Mail: "Ihr Platz befindet sich im Balkon, Sitzplatz 2A". Gott sei Dank befand sich darunter eine Telefonnummer. Ich rief an und fragte, wie es denn sein könne, wenn ich dazu schreibe, daß ich Rollstuhlfahrer bin, daß ich eine Karte am Balkon bekomme, wohin sicher kein Lift geht. Zur Antwort bekam ich: "Wir verkaufen keine Rollstuhlplätze". Und warum führen Sie dann eine Reservierung durch? Die Antwort blieb mir mein Gegenüber schuldig.

Denkfehler Nummer 1:
Ich dachte, die Bestellung geht direkt zum Stadtsaal, wenn ich die Seite vom Stadtsaal aufrufe. Das war ein Irrtum, meine Bestellung ging zu Ö-Ticket!
Die Stornierung meiner Reservierung dauerte beinahe den ganzen Nachmittag.

Einige Wochen später, bestellte ich wieder über die Homepage vom Stadtsaal "1 Rollstuhlplatz".
Einige Stunden später bekam ich vom Vienna Ticket Service einen Anruf einer jungen Dame, die sagte: "Ihnen ist schon bewußt, daß Sie gerade eine Karte gekauft haben, aber das ist keine Rollstuhlkarte!" Ich darauf, wie gibt es denn das, ich habe doch dazu geschrieben, daß ich einen Rollstuhlplatz brauche. Mein Gegenüber: "Ja, aber wir haben keine Rollstuhlplätze - aber Ihnen ist schon bewußt, daß Sie die Karte trotzdem bezahlen müssen." Darauf ich: "Wie stellen Sie sich das vor, mit einer Sitzplatz-Karte kann ich doch nichts anfangen." Die Dame: "Aber Sie haben eine Bestellung getätigt, die Sie auch bezahlen müssen." Wie bitte, ich bekomme eine Karte, die ich nicht bestellt habe, mit der ich auch nichts anfangen kann, und muß sie auch noch bezahlen?

Denkfehler Nummer 2:
Juristisch bedenklich, aber anscheinend System: Eine über Internet getätigte Bestellung ist zu bezahlen.

Ich fuhr persönlich zum Vienna Ticket Service - Glück dabei hatte ich, daß das Palais rollstuhlgerecht war, sprach vor und man stornierte meine Bestellung.

Das reichte!
Ich machte eine Schlichtung mit dem Stadtsaal. Der Geschäftsführer vom Stadtsaal glaubte zuerst, ich würde mit der Sitzplatzanordnung der Rollstuhlplätze nicht zufrieden sein. Im weiteren Gesprächsverlauf gab er zu, daß er nicht wußte, daß es beim Reservierungsvorgang keinen Hinweis für Rollstuhlfahrer gibt, wie sie zu Karten kommen.

Wir haben uns darauf geeinigt: zukünftigt steht beim Reservierungsvorgang eine Telefonnummer und eine Mailadresse, wie Rollstuhlfahrer zu Karten für den Stadtsaal kommen.

Donnerstag, 13. Februar 2014

Akzent - Karten nicht über Internet

Rollstuhlk‎arten vom Akzent Theater können nicht ueber Internet gekauft werden. Dieses Problem gab es auch bei OeTicket - dort wurde es aber geloest.
Als Lösungen gibt es entweder selbst hin zu fahren - nur hier ist Vorsicht geboten, denn die Öffnungszeiten des Ticketverkaufes ändern sich ständig. Oder, wie man mir persönlich mitteilte, anzurufen und die Kreditkartennummer bekannt zu geben.
3x gelacht, nicht jeder hat eine Kreditkarte!

‎Warum kennzeichnet man die Rollstuhlplätze im Internet nicht eindeutig, damit sie Rollstuhlfahrer bestellen koennen? Und sollte tatsächlich jemand so dreist sein, und eine Rollstuhlkarte statt einen Sitzplaetzes bestellen, so hat er sowieso nicht die Möglichkeit Platz zu nehmen, da der Sitz schon längst ausgebaut wurde.

Dienstag, 25. Oktober 2011

Parlament-Website kostet 2 Mio. Euro

Heute ist in einer Zeitung zu lesen, dass der Relaunch der Parlament-Website 2 Mio. Euro kostet. Lob gibt es laut Bericht zum uebersichtlichen Aufbau und zur guten Suchfunktion. Hoffentlich hat man auch an die Barrierefreiheit laut W3C-Kriterien gedacht?! Sonst waere das einerseits ein Fall fuer eine Schlichtung und andernfalls wuerde die Website unnoetigerweise noch teurer kommen.

Mittwoch, 9. Januar 2008

Dynamische Fahrgastinformation i.tip für Menschen mit besonderen Bedürfnissen

FAHRPLAN IN ECHTZEIT AUF HOMEPAGE UND HANDY:

Dynamische Fahrgastinformation i.tip
für Menschen mit besonderen Bedürfnissen

Seit Herbst 2007 können Fahrgäste der Wiener linien im Internet
unter www.wienerlinien.at/itip/ Echtzeitinformationen zu den
Abfahrten von Straßenbahn und Autobus abrufen. Diese Seiten
konnten jedoch von Blinden bzw. schwer Sehbehinderten nur
sehr schlecht benutzt werden. Daher programmierten die Wiener
linien diese Informationen analog der barrierefreien Seiten.

Alle Informationen sind in Links und
reiner Textform aufrufbar. Auf der Startseite
sind Informationen zu Straßenbahn,
Autobus, NightLine, eine Haltestellenauswahl
und so genannte Hotspots,
das sind die wichtigsten Umsteigeknoten,
direkt abrufbar. Diese Links
stehen untereinander, sodass sie mit
der Tabulatortaste leicht angesteuert
werden können. Ein Klick entspricht
einem Link. Die Erfahrung hat außerdem
gezeigt, dassdiese Art der Darstellung
für Screenreeder (das sind Programme,
die Texte vorlesen) bestens
geeignet ist. Unter dem Menüpunkt
Programm-Hilfe können alle Informationen
zu diesen speziellen Seiten abgerufen
werden.
DieseStruktur zieht sich auf allen Seiten
durch. Jede Linie, jede Haltestelle, jeder
Hotspot ist ein eigener Link. Standardmäßig
werden die Fahrten der nächsten
halben Stunde der ausgewählten Linie
in der jeweiligen Haltestelle angezeigt.
Optional kann diese Zeit verlängert
oder verkürzt werden, es können nur
Niederflurfahrzeuge angezeigt werden
oder es kann auch eine bestimmte Abfahrtszeit
eingegeben werden. Wenn
eine Station von mehreren Linien angefahren
wird, ist es möglich, nur eine
Linie und Richtung anzeigen zu lassen.
Aktualisiert werden die Abfahrtszeiten
mit Betätigen der F5-Taste.
Positiver Nebeneffekt dieser Art der
Darstellung ist, dassdiese Seiten auf jedem
internetfähigen Handy schneller
als die "normalen" i.tip-Seiten dargestellt
werden können. Einziger Unterschied
ist, dass die bisherigen Seiten
auf einem Handy mit Javascript automatisch
aktualisiert werden, während
man die neuen Seiten neu laden muss,
um sie zu aktualisieren.

Quelle: https://drive.google.com/file/d/0B8k7EUv9Vz7lU21QaTRzOWVHUWs/view?usp=sharing

aus: Wiener Linien, 2007/2008, Seite 18