Sonntag, 17. Oktober 2010

Wo ist die Rampe?

Letztens wollte ich im Rahmen des Österreich-Tages, der jährlich (meist im Wiener Rathaus) stattfindet, zu einem Konzert von Otto Lechner gehen. Der Ort war die Minoritenkirche. Ich wunderte mich nur über diese Auswahl, da ich zwar wußte, daß der Eingang zwei Stufen hat, aber nicht wüßte, wo es einen stufenlosen Eingang gäbe.

Ich meldete mich als Rollstuhlfahrer an und bekam eine Zusage, daß die Karte an der Abendkasse abzuholen sei.



Mit einem gewissen Unbehagen fuhr ihr zur Minoritenkirche und erkundete wieder nur den Eingang mit den zwei Stufen. Obwohl ich die ganze Örtlichkeit umrundete - und daß auf einem äußerst schwierig zu befahrenden Kopfsteinpflaster, fand ich keinen anderen Eingang als diesen mit den zwei Stufen.



Wo ist der stufenlose Eingang?
Ich fragte die vor dem Eingang wartenden Personen, ob sie wissen, wo es einen stufenlosen Eingang gibt. Doch - wie ich schon vermutete - keiner wußte etwas davon. Dann schickte ich jemanden zu den Organisatoren in die Kirche rein, um nachfragen zu lassen, wo der stufenlose Eingang sei.

Statt einen Hinweis auf den stufenlosen Eingang zu bekommen, kam die Organisatorin persönlich raus und erklärte mir, daß es keinen stufenlosen Eingang und keine Rampe gäbe, aber da auch schon anderen Rollstuhlfahrern über die zwei Stufen geholfen wurde, wäre es auch kein Problem, mich über die Stufen zu tragen.



Hilfsangebot
Dieser Vorschlag in Ehren, doch warum ist es nicht möglich - wenn schon so ein Veranstaltungsort ausgesucht wird, Rampe zu besorgen und aufzulegen? Damit hätten auch Rollstuhlfahrer die Möglichkeit selbständig zu entscheiden wann und wie lange sie dem Konzert beiwohnen wollen, und nicht vom good will anderer abhängig zu sein, daß sie den Veranstaltungsort wieder verlassen können.

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