Sonntag, 17. Oktober 2010

Aller schlechten Nachrichten sind 3

1. Nachricht
Zuerst ist der Hörsaal 21 der Uni Wien zwar laut Lageplan für Rollstuhlfahrer stufenlos zugänglich, doch eine ausgeschilderte Tür gibt es nicht und die 30 Stufen über den regulären Weg ist selbst für Hilfspersonen eine ziemliche  Herausforderung , überhaupt bei den rutschigen und ausgetretenen Stufen des alten Gebäudes. Somit ist der Besuch der Vorlesung dieses Semesters gestrichen.



2. Nachricht
Danach wollte ich zu einer Veranstaltung des Renner-Institutes in die Börse am Ring. Obwohl ich mich zuvor - noch bevor ich mich für die Veranstaltung angemeldet hatte - informiert habe, ob die Örtlichkeit stufenlos zugänglich ist - war sie es im Endeffekt nur über 4 Stufen. Denn die beschriebene weiße Garagentüre war nicht vorhanden, statt dessen gab es zwei graue Türen, wobei die eine nur über steile Rampe mit Kopfsteinpflaster zu erreichen war und die andere war versperrt.

Und was mich am meisten ärgerte, als ich die beiden Herren bei der Garderobe nach den Eingang fragte, wußten sie weder, daß Rollstuhlfahrer zu der Veranstaltung angemeldet waren, noch wo diese beschriebene weiße Türe sein sollte. Das einzige was ihnen eingefallen ist, mir über die 4 Stufen zu helfen.



3. Nachricht
Und zur Feier des Tages erhielt ich von meinem Arzt, der bisher stufenlos zugänglich war, einen Brief, daß er seine Ordination verlegt hat und der Eingang dort 7 Stufen hat.

Und da soll man nicht zornig werden sondern alles mit stoischer Geduld ertragen - am gesellschaftlichen Leben nicht teilhaben zu können, wie alle nichtbehinderten Bürger ist ja so schön!

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