Montag, 22. Mai 1995

Assistenzdienste in Dänemark

aus:
ASKIO-Nachrichten, 2/1995,
Seite 12/13

 (Quelle: Martin Ladstätter/Wilfried Raith, You get the hours you need!"
in: domino, Nachrichtenmagazin für behinderte Menschen, Nr. 4/94, Linz/A)


Dieser Artikel liegt mir persönlich auch wirklich am Herzen, denn als ich in Dänemark war, sprach ich mit einer Frau im Elektrorollstuhl, die persönliche Assistenz hatte und mir das dortige System der Persönlichen Assistenz erklärte. Aber nicht nur das, auch über den dänischen Arbeitsmarkt erzählte sie, dass jede behinderte Person arbeiten muss, allerdings in dem Zeitrahmen, der ihrer Behinderung zuträglich ist. Zum Beispiel: kann man mit seiner Behinderung nur 5 Stunden pro Woche arbeiten, ist zwar das Einkommen gering, allerdings springt der Staat für das restliche Gehalt einer gesetzlichen vollen Arbeitsstelle ein.

Dieses System könnte man in Österreich einführen, denn einige Stunden kann jede behinderte Person arbeiten und die Restkosten könnten von staatlicher Seite bezahlt werden. Dabei könnte der Staat ziemlich viel Geld sparen (Mindestsicherung, Berufsunfähigkeitspension) und jede behinderte Person trägt selbst etwas zum Bruttosozialprodukt bei. Meiner Meinung sollte das entweder-oder-Prinzip, entweder Berufsunfähigkeitspension oder 40 Stunden arbeiten aufgeweicht werden!

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